Wieviel Vergangenheit braucht die Zukunft?
Shownotes
In 49 Folgen haben wir über Zukunftsgestaltung gesprochen, doch ausgerechnet in dieser Episode - unsere 50. - sprechen wir über die Vergangenheit.
Was machen wir mit Entscheidungen, die wir bereuen? Mit verpassten Chancen? Mit den alten Geschichten, die wir immer wieder über uns erzählen?
Unsere Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Aber sie ist auch keine Fertige Erklärung dafür, wie unser Leben weitergehen muss.
Wir sprechen darüber, warum fünf Jahre Zukunft plötzlich sehr unterschiedlich lang erscheinen können, über "narrative Identität" und über den grossen Raum zwischen "Alles is möglich" und "Jetzt ist es sowieso zu spät".
Und wir stellen eine einfache Übung vor, mit der ihr euch an eure Vergangenheit und an eure Zukunft herantastet und lernt, was ihr loslassen könnt und was ihr behalten wollt.
Viel Spass!
Rachel und Elisabeth
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Focus Future.
00:00:07: Es ist die Folge Nummer fünfzig, wir sind Riso
00:00:12: Begerig, siebenundsechzig
00:00:15: und ich Rachel Manage, siebundvierzig Jahre.
00:00:19: Fünfzig folgen Focus Future!
00:00:21: Wir reden also seit neunundvierzig Folgen darüber wie wir unsere Zukunft gestalten können.
00:00:29: Und heute haben wir uns überlegt schauen wir zurück
00:00:34: Fünfzig Folgen.
00:00:35: Wer hätte das gedacht?
00:00:37: Wahnsinnig!
00:00:38: Ich finde schon, dass das ein Meilenstein ist.
00:00:43: Fünfzig Folger an.
00:00:44: An welche Episode oder Episode erinnst du dich noch besonders?
00:00:52: Also ich finde die Episoden, die wir miteinander haben, finde ich immer sehr schön weil ... Wir müssen ja... In uns gehen, ein Thema rauspicken.
00:01:03: Für sich sprechen also untereinander aber natürlich auch Episoden mit Gästen finde ich auch immer sehr spannend.
00:01:13: ganz konkret die Episode über Geld fand ich sehr spannend weil man spricht ja nicht gerne über Geld.
00:01:19: Auch die Überschönheit mussten wir ein bisschen tabusbrechen.
00:01:24: Und ganz besonders hat mir die Folge über Freundschaften gesprochen.
00:01:28: Weil ich denke, je länger, je mehr sind Freundschafts etwas ganz wichtiges, was uns durch das Leben trägt!
00:01:35: Ja und du?
00:01:38: Gut, ich habe ja auch viele Gespräche mit Gestein und da fällt mich natürlich schon... Da war der Roger Schalinski vor dem ich so ein bisschen Angst hatte zuerst.
00:01:48: Es lief dann aber gut.
00:01:50: oder dass er das neuste Gespräch mit Reinhard Sprengen gesagt hat Wir schaffen uns die Umstände, als deren Opfer wir uns sehen.
00:01:59: Das hat mich schon ein bisschen aufgerüttelt.
00:02:02: oder das Gespräch mit Caroline wird wie sie die Lebensgeschichten von Menschen aufzeichnet oder bewahrt und was sie dabei erlebt fand ich sehr spannend.
00:02:16: Gut aber wir wollen ja heute nicht nur über die vergangenen Episoden sprechen sondern eben auch darüber unsere Vergangenheit mit unserer Zukunft zu tun hat.
00:02:29: Und ich finde, das passt perfekt, oder?
00:02:32: Du bist siebenundvierzig, ich bin sieben und sechzig, zwanzig Jahre Unterschiede.
00:02:40: Du hast weniger Vergangenheiten als ich aber dafür noch mehr Zukunft.
00:02:46: Oder du denkst wahrscheinlich dann auch anders über deine Vergangenkeit!
00:02:52: Und die Möglichkeiten, die du noch in deiner Zukunft hast oder die noch vor dir liegen.
00:02:58: Stimmt das?
00:03:01: Ich weiß nicht ob ich anders denke und ich denke auch nicht dass ältere Menschen als ich über Zukunft sprechen können sind Wenn Sie an Ihre Zukunft denken, also dass man sagt was planst du überhaupt noch deine Zukunft?
00:03:18: Du hast ja keine mehr.
00:03:22: Man sagt nicht mehr wenn ich dann mal groß bin.
00:03:26: aber ich glaube um meine Vergangenheit zu reflektieren es gibt Dinge die haben in der vergangenheit die schienen mir früher wichtiger als jetzt.
00:03:39: und jetzt kann ich sagen ach das war jetzt nicht so eine wichtige Episode in meiner Vergangenheit.
00:03:45: Weißt du, was ich meine?
00:03:47: Im Moment ist das halt wichtig.
00:03:49: Das verstehe ich aber.
00:03:52: Die verliert dann vielleicht an Wichtigkeit.
00:03:55: und wie denkst Du denn an Deine Zukunft?
00:03:59: Also ich denke noch an meine Zukunft oder ich sehe ja schon noch eine Zukunft für mich... Ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich nicht mehr aufschieben will.
00:04:16: Also
00:04:16: z.B.,
00:04:16: ich habe immer noch die Idee, ein paar Monate nach Japan zu gehen dort in Tokio zu leben.
00:04:23: Das möchte ich schon bald mal machen und das nicht aufschießen.
00:04:27: Wenn ich mir jetzt denke, fünf Jahre aufschiben, dann bin ich dann seventy- zwei.
00:04:31: Kann ich dann noch gehen oder bin ich da zu alt?
00:04:35: Bei dir sind ... ist in fünf Jahren erst zweiundfünfzig.
00:04:42: Wir kommen dann meine fünf Jahre irgendwie länger vor.
00:04:48: Ich verstehe, weil in den fünf Jahren passierte auch viel.
00:04:51: Das sieht man ja bei den Kindern.
00:04:53: also zwölf und siebzehn zum Beispiel sind ja auch noch fünf Jahre und da passiert ja auch viel.
00:04:59: aber vielleicht körperlich zwischen dreiundzwanzig Passiert ... Äh, sagen wir mal.
00:05:05: Dreiundzwanzig und achtundzwantig passiert ja dann nicht mehr so viel?
00:05:10: Ja, genau!
00:05:10: Also bist du ein bisschen gestresst?
00:05:13: Ja... Nein, gestresste nicht.
00:05:17: Aber ich möchte einfach weniger aufschieben.
00:05:21: Ja,
00:05:22: verstehe ich.
00:05:23: Das ist vielleicht auch ein Vorteil weil du entscheidest schneller und machst es dann einfach.
00:05:28: Bei mir ist es so, ich denke, ich kann warten bis die Kinder dann mal draußen sind.
00:05:34: Bis ich dann mal hehehehe und so und so...
00:05:39: Also habe ich einfach mehr Zeitdruck?
00:05:42: Ich bin unter Zeitdrucks noch was zu machen!
00:05:45: Ja also wenn wir ganz ehrlich sind wissen wir das ja nicht so genau weil wir werden ja nicht alle achtzig oder hundert oder so.
00:05:54: man weiß ja nicht
00:05:55: klar.
00:05:56: Ganz ehrlich, wenn das Licht ausgeht.
00:05:59: Kürzlich ist jemand in meinem erweiterten Umfeld verstorben.
00:06:05: der war drei Jahre jünger als ich.
00:06:07: Das gibt einem schon zu denken und es macht dann schon Angst.
00:06:12: Dann frage ich mich ja muss ich jetzt heute so handeln?
00:06:15: Als gäbe es kein Morgen?
00:06:17: also wäre das wie mein letzter Tag so karpädiem.
00:06:21: aber ja ich kann ja auch nicht den ganzen Tag nur Judi Hui Reisen und machen und so.
00:06:28: Man hat ja auch noch Geld verdienen, Alltag in der Betreuung... Also irgendwie muss das wahrscheinlich so in eine Balance kommen.
00:06:38: aber
00:06:39: Aufschieben ist sicher nicht die beste Idee.
00:06:44: Was ich einfach merke in letzter Zeit, dass ich frage mich wird meine Vergangenheit weiß ich hab?
00:06:53: Es wird immer länger Mächtiger oder vielleicht präsenter, weil sie länger ist?
00:07:00: Also ich trage ja... ...Siebenundsechzig Jahre Gepäck mit mir.
00:07:06: Okay also ich bin siebenundvierzig, Ich habe auch Gepack!
00:07:11: Ich finde das klingt einfach so schwer und belastend negativ.
00:07:17: Vielleicht können wir es ja wie Erfahrungsschatz- oder Fundus nennen So etwas aus dem wir unsere Zukunft gestalten können.
00:07:27: Und ich glaube, die gleiche Vergangenheit kann wie zwei Dinge.
00:07:33: oder eine Vergangenheit kann, wie zwei verschiedene Dinge machen.
00:07:37: Sie kann wie eine Begründung sein warum etwas nicht mehr geht oder warum wir es nicht mehr machen.
00:07:44: Oder es kann eben eine Information darüber sein was jetzt anders werden kann.
00:07:49: also die einen bremsen sich durch die Vergangenheid und andere schöpfen Kraft.
00:07:55: vielleicht so
00:07:57: Hast du ein Beispiel dazu?
00:08:02: Also ich denke, wenn jetzt zum Beispiel jemand zehn Jahre in einem bestimmten Beruf gearbeitet hat.
00:08:10: Und dann stellt diese Person fest, dass diese Arbeit einfach nicht das Richtige ist.
00:08:15: Damals waren es vielleicht die richtigen Umstände und jetzt passiert ja auch nicht von einen Tag auf den anderen.
00:08:23: aber diese Person kann jetzt die letzten zehn Jahre als Verschwendung ansehen und sagen, warum habe ich das gemacht?
00:08:31: Warum bin ich da gelandet?
00:08:33: oder eben als Erkenntnis.
00:08:35: Ich musste diesen Weg gehen um jetzt zu reflektieren oder einen neuen Schritt einzuleiten und zu sehen wie ich die nächsten zehn Jahre so bringen will.
00:08:48: Macht das irgendwie Sinn?
00:08:50: Es macht schon Sinn.
00:08:51: aber trotzdem würde ich sagen Aber es gibt doch Dinge in unserem Leben die wir bereuen falsche Entscheidungen, die wir getroffen haben oder Freundschaften, die nicht gepflegt haben als Welchengründe auch immer.
00:09:06: Ich möchte nicht jede schlechte Erfahrung oder falsche Entscheidung so quasi zum Geschenk erklären
00:09:17: müssen.".
00:09:19: Ja, also das verstehe ich.
00:09:20: Dass man nicht quasi sagt es hat alles seinen Grund und am Schluss ist alles gut und es gibt auf jeden Fall ein Happy End!
00:09:29: Also ich denke nicht – und das war auch nicht meine Absicht die Vergangenheit irgendwie schöner zu machen, sondern damit vielleicht eben zu versuchen dass sie nicht automatisch die Macht über das nächste Kapitel in unserem Leben hat, also die Vergangantheit.
00:09:48: Ich kenne auch Leute in meinem Umfeld.
00:09:50: Zum Teil älter, zum Teil jünger die durch Wehmut und vielleicht eben Scham über gewisse Dinge, die im Leben passiert sind sich so in einem Strudel von Vergangenheit befinden und wie nicht mehr rauskommen und nicht mehr Zukunft leben können.
00:10:09: Das verstehe ich, das kenn' ich auch.
00:10:13: In der Psychologie gibt es das Konzept der Narrativen Identität, geprägt vor allem vom Psychologen Dan McAdams.
00:10:26: Die narrative Identität ist ein Konzept das beschreibt wie Menschen ihre Lebensgeschichten formen und diese zur Konstruktion ihrer Identitäten nutzen.
00:10:40: oder vereinfacht gesagt Wir haben nicht nur Erinnerungen wie Fotos in einem Album.
00:10:47: Wir verbinden Ereignisse und so entsteht eine Geschichte darüber, wer wir sind, wie wir so geworden sind und wohin unser Leben geht.
00:10:59: Eine verpasste Chance bleibt eine verpaste Chance aber vielleicht beeinflusst sie welche Chancen wir beim nächsten Mal ergreifen oder falsche Entscheidung wird nicht plötzlich richtig, aber vielleicht bekommt sie im Zusammenhang unseres Lebens eine andere Bedeutung.
00:11:18: Unsere Lebensgeschichte ist also keine fertige Biografie.
00:11:23: Solange wir leben machen wir immer wieder neue Erfahrungen und diese Erfahrungen verenden auch den Blick auf unsere Vergangenheit.
00:11:37: Heißt das also, dass wir unsere Vergangenheit immer wieder ein kleines Stück neu schreiben oder neu einordnen können müssen?
00:11:48: Und heißt es, dass unsere Biografie quasi als ein fertiges Buch... Dass das wirklich erst fertig ist.
00:11:57: Wenn das Leben fertig ist!
00:11:59: Das heisst einen Kapitelvorschluss kann wie quasi noch den Riesen-Twist reinbringen.
00:12:09: Ja, so wie in einem Thriller oder so ähnlich... Also ich hoffe es auf jeden Fall!
00:12:15: Es macht ja nicht das Vergangenen immer gleich schlecht.
00:12:19: Ich würde gerne noch ein paar Kapitel hinzufügen.
00:12:22: Erlebnisse und auch Erkenntnisse.
00:12:26: Unbedingt?
00:12:28: Was ich einfach merke was sich bei mir endet ist Immer mehr das Bedürfnis habe mich von meinen alten Geschichten über meine Vergangenheit zu trennen.
00:12:39: Also Geschichten, über meine Kindheit... Über meine erste Ehe, über mein Karriere.
00:12:44: Es sind ja oft Geschichten die mich eher zurückhalten.
00:12:49: oder so bin ich halt weil was weiß ich?
00:12:54: Mein Eltern immer.
00:12:55: Oder das passt nicht zu mir, weil es mal nicht gepasst hat in der Karrierei Oder das mache ich nie mehr.
00:13:05: Und irgendwo im Leben.
00:13:06: in meinem Leben finde ich dann immer einen Beweis, dass etwas nicht geht und das möchte ich nicht mehr weniger.
00:13:17: Also du meinst damit, dass man quasi auch gewisse Kapitel abschließen kann muss und die für sich so stehen?
00:13:25: Man kann sie dann in die Schublade legen können und sie hinter sich lassen kann... quasi nicht immer wieder einholen, so wie die Geister der Vergangenheit?
00:13:38: Also ich denke schon, dass Erfahrungen uns wirklich zurückhalten können.
00:13:44: Wir haben etwas erfahren und es ist so fertig.
00:13:50: Ich bin einmal bei irgendwas gescheitert und deswegen sage ich mir das kann ich nicht!
00:14:00: Geisterte Vergangenheit sollten wir wirklich versuchen in die Schublade zu zogen.
00:14:05: Hast du ein Beispiel?
00:14:06: Ich habe ein Beispiel, das ist mir beim Schreiben dieser Episode gekommen.
00:14:11: In der Primarschule hatten wir Mädchen Haushaltunterricht.
00:14:17: also wie führt man einen Haushalt richtig mit Kochen nähen, Garten
00:14:22: etc.,
00:14:23: während die Knaben Geometrie lernen.
00:14:26: Also Mädchen brauchen das nicht, ja sie können es gar nicht.
00:14:31: und ich war immer schlecht in Mathematik und ich bin mir fast sicher dass mein Primarschul-Ernlebnis da nicht wirklich geholfen hat.
00:14:41: Und ich glaube manchmal nutze ich es immer noch quasi als Entschuldigung warum mich nicht gut war im Mathematick aber irgendwann mehr.
00:14:47: dann vielleicht doch mal Zeit damit aufzuhören.
00:14:56: Vielleicht macht man das bei dir noch nicht so in deinem Freundeskreis.
00:15:01: Weißt du, dass es immer das alte ist?
00:15:03: Und vielleicht kommt das erst mit dem Alter ...
00:15:08: Vielleicht zur Mathematik noch kurz.
00:15:10: Also ich hatte mein Leben lang immer Mathematika und ich war immer sehr schlecht in Mathematiken.
00:15:17: Ja also das hat sich nicht geändert.
00:15:20: Spannend ist jetzt, dass ich mit meinem Sohn ab und zu Mathematik mache.
00:15:24: Und ich habe wie so einen anderen Blick darauf sehe auch viel mehr den Sinn dahinter.
00:15:32: Genau es hat sich ein bisschen verändert dieser Zugang.
00:15:37: also ich liebe es nicht heiss.
00:15:38: aber ja
00:15:40: Ich habe dazu auch noch ein Beispiel.
00:15:42: Während Corona habe ich viele Online-Kurse gemacht, da gibt es ganz tolle gratis Onlinekurse und einer war tatsächlich zur Physik.
00:15:54: Jetzt weiß ich nicht mal genau was das Thema war aber ich hab gedacht so jetzt wenn nicht jetzt wann dann?
00:15:59: Ich habe Zeit kann sowieso nichts anderes machen und es war gar nicht zu schlimm Es war spannend.
00:16:06: Ja Genau, also immer wieder mal was versuchen.
00:16:09: Deine ursprüngliche Frage jetzt war aber ob wir quasi in meinem Alter schon so in die Vergangenheit schauen und sagen sowas händchen nicht lernt kann Hans nehmen mehr vielleicht so
00:16:24: ja
00:16:26: das weiß ich jetzt gar nicht so genau.
00:16:27: aber was mir auffällt in meinem Freundeskreis ist gerade mit anderen Paaren oder Freunden, die auch Kinder haben, sagen wir schon.
00:16:39: Also früher war das so und so und es ist ein bisschen... Früher war alles besser.
00:16:46: also früher waren wir ohne Social Media unterwegs Wir waren viel mehr draußen Wir waren nicht ständig erreichbar.
00:16:55: Ja und dann denke ich Es ist ein bißchen gemein weil Wie wäre damals unser Leben gewesen, wenn diese Technologie schon da gewesen wäre?
00:17:05: Also ich finde es so ein bisschen ein gemeiner Vergleich und versuche mich dann auch ein bisschen anders zu reflektieren.
00:17:12: Ja... Die Frage ist halt, hilft das denn, wenn wir uns einfach möglichst unsere Zukunft mit ihr beschäftigen und unsere Vergangenheit ruhen lassen also im Sinne von Die Vergangenheit holt uns nicht mehr so stark ein.
00:17:31: Ich finde, das Bild ist noch schön.
00:17:32: oder man geht so und von hinten kommt dann
00:17:36: wieder
00:17:36: so eine Ereignis oder irgendwie so... Hinten hervor!
00:17:41: Ich weiß es auch nicht.
00:17:43: Also ich denke wir sollten uns mit der Vergangen- heit beschäftigen damit sie unsere Zukunft nicht bestimmt.
00:17:53: Und vor allem nicht bestimmt ohne dass es wir merken.
00:17:57: Also das heißt verarbeiten eigentlich oder schritten schießen.
00:18:01: Wenigstens ein bisschen bewusst sein, genau.
00:18:07: Ganz konkret bist du eher Typ Vergangenheit?
00:18:11: Knabberst du oft an der Vergangenkeit?
00:18:13: Oder bist Du eher Typ Zukunft und schaust
00:18:18: quasi voraus?
00:18:21: Also so knallhart habe ich mir das auch
00:18:23: nie
00:18:24: überlegt.
00:18:26: Ich denke, das ist auch ein bisschen zu schwarz-weiß.
00:18:28: Also ich möchte ja nicht, dass meine Vergangenheit oder die negativen Erlebnisse vor allem natürlich in meiner Vergangenheit mein Leben jetzt oder in Zukunft bestimmen.
00:18:46: Ich möchte noch Pläne haben und nicht nur von der Vergangenheid sprechen.
00:18:51: Gleichzeitig merke ich schon, dass für mich als Sechzehntig bald auch eine sechzehnjährige nicht mehr alles möglich ist.
00:18:59: Das will ich mir ja auch nicht schönreden und es gibt Entscheidungen die ich nicht mehr rückgängig machen kann... Ich kann nicht mehr Alles machen!
00:19:12: Und ich lebe auch nicht ewig.
00:19:15: Also das ist nicht so einfach.
00:19:17: Aber ich denke, dass zwischen alles ist noch möglich Und jetzt ist es sowieso zu spät, doch noch viel raus.
00:19:26: Da hast du absolut recht!
00:19:28: Ich wollte dich auch ein bisschen provozieren.
00:19:30: und nein... Es ist natürlich nicht alles schwarz-weiß und ich denke auch wir sollten nicht so hart mit uns ins Gericht gehen.
00:19:39: Egal wie alt wir sind, ich glaube das ist auch ein wenig abhängig.
00:19:43: Manchmal ist man empfänglicher, wehmütiger, manchmal denkt man volle Kraft voraus, jetzt plane ich Ja.
00:19:54: Aber wir haben uns wieder mal überlegt, weil wir lieben ja Live-Design wie man das so ein bisschen üben oder reflektieren kann und haben uns eine alte Übung herausgepickt die du Ellie neu interpretiert hast.
00:20:12: ich finde das ziemlich spannend.
00:20:15: Möchtest du die Übung kurz vorstellen?
00:20:19: Das ist die Übung Circle of Control.
00:20:23: Also was kann ich kontrollieren, beeinflussen?
00:20:26: Was nicht!
00:20:28: Und dazu nimmt bitte ein Blatt Papier.
00:20:30: mal darauf einen Kreis und im Kreis innen da steht alles was in Ölkontrolle liegt.
00:20:39: Aber wir sprechen jetzt über die eigene Geschichte.
00:20:45: Über die eigene Geschichte genau also was Ich kontrolliere was nicht.
00:20:52: Was in meinem Leben ist, in meiner Kontrolle was
00:20:55: nicht.".
00:20:57: Also auf dem Blatt Papier zeichelt ihr einen Kreis und in diesem Kreis steht, was in eurem Kontrolle liegt außerhalb des Kreises, das ihr nicht mehr ändern könnt.
00:21:09: In dem Satz schreibt ihr einen Satz, ich hätte damals mehr reisen sollen!
00:21:20: Als ich noch jung war, hätte ich mehr reisen sollen.
00:21:24: Der ist nicht im Kreis drin – das ist Vergangenheit, das kann ich nicht mehr ändern!
00:21:30: Dann formuliert ihr den Satz um.
00:21:33: In diesem Jahr gehe ich auf zwei Reisen.
00:21:37: Das ist dem Kreis drinnen und das könnt ihr beeinflussen.
00:21:41: Und die Reise, das muss nicht die dreimonatige Weltreise sein, Was weiß ich?
00:21:46: In einem ersten Schritt, einen Ausflug nach Bern in die Hauptstadt der Schweiz.
00:21:51: Da war ich schon lange nicht mehr und so könnt ihr euch ein bisschen an eure Vergangenheit und an euren Zukunft herantasten.
00:22:00: rauswinden.
00:22:00: was ist noch möglich, was nicht!
00:22:02: Was ist vielleicht besser, dass ich es loslasse und was möchte ich behalten?
00:22:08: also das Schöne darin daran ist.
00:22:10: man lügt sich da nichts schön.
00:22:13: man sortiert nur Was draußen bleibt, was noch drinnen sein darf.
00:22:21: Ich finde es eine sehr schöne Neuinterpretierung der Übung und ich glaube wir sollten für diese Übung einen neuen Namen erfinden.
00:22:32: Ja das war's schon!
00:22:34: Die fünftigste Episode von Focus Future kommen.
00:22:38: wir stoßen virtuell schnell an.
00:22:40: Cheers!
00:22:44: Ja, wir haben genau zur Erwechslung über die Vergangenheit gesprochen.
00:22:49: Weil sie eben unsere Gegenwart und unsere Zukunft prägt...
00:22:56: Und wie stark beeinflusst denn euch eure Vergangenheiten?
00:23:01: Habt ihr euch das schon überlegt?
00:23:03: Eure Kindheit?
00:23:06: Das früher wachsende Leben?
00:23:08: oder sind es besonders einschneidende Erfahrungen, die immer wieder hochkommen?
00:23:15: Und wie sieht eure Zukunft aus?
00:23:18: Schreibt uns, wir freuen uns von euch zu hören.
00:23:21: Ihr erreicht uns unter elisabethatfocusfuture.ch.
00:23:26: Bis bald!
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